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Warum? |
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Verschlungene Pfade Im Zeichen des Mäanders Der Mäander ist eine uralte geometrische Figur: Ein Wellenband ohne Anfang und Ende; ein ewiges Auf und Ab der Elemente. Mäander nennt man auch die vielfach verzweigten Schleifen eines Flusses in seinem natürlichen Lauf. Der Mäander ist ein Sinnbild des Lebens mit seinen Höhen und Tiefen. Wer im Zeichen des Mäanders lebt, hat erfahren, dass der direkte Weg nicht immer der schnellste und auch nicht der einzige ist.
Jahrhunderte lang haben Menschen Flüsse in ihrem Lauf begradigt. Hochwasser zeigten, welch vernichtende Kraft Natur entwickelt, wenn man sie ihrer Wildheit beraubt und einengt. Heute hat ein Umdenken eingesetzt. Flüsse werden renaturiert und dürfen sich wieder ihren natürlichen Weg bahnen. Auch wir Menschen graben Verschüttetes frei: Männer und Frauen suchen nach ihrem inneren Kind, das oft unter der zentnerschweren Last gesellschaftlicher Verpflichtungen begraben liegt. Lebenshilfe-Kurse und Ratgeber raten, fest zementierte Bahnen zu sprengen und uns mehr von Instinkten und Intuition mitreißen zu lassen. Spontaneität soll die spielerische Schaffensfreude anregen. Der große Psychologe C. G. Jung schuf Fantasiewelten aus Bauklötzchen, wenn er seine Gedanken zum Fließen bringen wollte. Schließlich ist auch unser Denken keine Einbahnstraße, sondern entspringt einem gigantischen Labyrinth aus Milliarden von Nervenzellen. Manche Wissenschaftler sagen, dass in unserem Gehirn mehr Schleifen, Knoten und Verknüpfungen möglich sind als es Atome im Universum gibt. Treibgut: ·
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